Bergeweise Schiefer und Meer.

Tag 4

Der Tag begann erneut mit einem hervorragenden Frühstück. Wir fuhren nach Llanberis, was den Ausgangspunkt vieler Attraktionen in der Region darstellt. Ein kleiner Spaziergang führt uns zur Burgruine Dolbadarn Castle und dann weiter zum National Slate Museum (Schiefermuseum). Dieses zeigt in Originalgebäuden die Verarbeitung des Schiefers, der im unmittelbar daneben befindlichen Steinbruch gewonnen wurde.

Der Dinorwic Slate Quarry (Steinbruch) ist seit 1969 geschlossen, man kann ihn aber durchwandern, was wir auch taten. Zu sehen gibt es viele spannende Überreste alter Gebäude und Anlagen, riesige Felswände und tolle Aussichten. Eigentlich wäre dort die perfekte Gelegenheit für einen ausgedehnten Drohnenflug gewesen, ich landete aber bald wieder, nachdem ein Greifvogel andere Vögel anzugreifen schien und ich meiner Drohne das Schicksal ersparen wollte, dem manche Krähen nur um Haaresbreite entgangen sind. Im unter dem Steinbruch liegenden Berg befindet sich Dinorwig Power Station. Dieses sehr besondere Pumpspeicherkraftwerk hatte ich glücklicherweise 2018 noch besichtigt, da inzwischen bis auf unbestimmte Zeit keine Touren mehr durchgeführt werden.

Wir fuhren zum Llyn Ogwen (Llyn = See), an dessen Ufer der Weg zum Llyn Idwal seinen Ursprung hat. Nach einer halben Stunde gemütlichen Anstiegs erreichten wir den wunderschön gelegenen See und umrundeten ihn. Wir begegneten dabei mehrere Schafen und einem Reiher.

Das Abendessen im Y Stablau in Betws-y-coed war köstlich und am Heimweg zur Unterkunft sahen wir noch mehr Wildkaninchen als am Vortag.

Tag 5

Gegen 10:30 Uhr erreichten wir erneut Llanberis, diesmal aber um mit der historischen Zahnradbahn auf den Snowdon zu fahren, den höchsten Berg von Wales. Wir erstanden One-Way-Tickets zu je 25GBP und bestiegen um 11:30 Uhr den Zug, der uns bis zur Station Clogwyn brachte. Diese liegt auf etwa 3/4 des Weges zum Gipfel und ist aktuell leider die Endstation der Bahn. Die 45-minütige Fahrt war geprägt von schönen Aussichten, Schafen und dem Lärm der Diesellok. Den überschaubar spektakulären Rückweg beschritten wir zu Fuß.

Wir fuhren weiter in die Gegend um die Stadt Conwy und besuchten einen kleinen Strand. Am wesentlich größeren Strand von Penmaenmawr spazierten wir die Strandpromenade entlang, gönnten uns Softeis und Kaffee und steckten die Zehen ins Meer.

Wie schon am Vorabend fand das Abendessen im Y Stablau statt, während das Auto daneben frischen Strom für die morgige Weiterreise Richtung Süden nuckelte.