Norwegen 2021 – Zusammenfassung und Fotos

Vor ein paar Wochen sind wir mit unserem Tesla Model 3 von München aus zum Nordkap und retour nach Wien gefahren. In diesem Beitrag möchte ich unsere Eindrücke und Erlebnisse zusammenfassen und mit ein paar Bildern garnieren.

Alle Beiträge über diese Reise findest du hier.

Damit die Bildergalerien nicht zu groß werden, habe ich die Reise in drei Teile untergliedert.

Inhalt

Zusammenfassung

Teil 1 – Der Süden

Die Anreise von München über die Fähre Hirtshals-Larvik bis zur ersten Unterkunft am See Norsjø war insgesamt sehr angenehm, zog aber trotzdem gut zwölf Stunden Schlaf nach sich. Erst später wurde uns bewusst, dass wir schon 2017 am selben See unser Zelt aufgeschlagen hatten. Wie beim letzen Mal machten wir Halt beim mächtigen Wasserfall Vøringsfossen, diesmal aber an einer anderen Stelle. Wir verbrachten zwei Nächte in der schönen Stadt Bergen, fuhren dabei auf den Hausberg Fløyen und waren dann noch weitere drei Tage im Süden des Landes unterwegs. Dabei besuchten wir unter anderem Flåm, den Nærøyfjord, Stryn, Geiranger und Trollstigen. In Ålesund bestiegen wir den Berg Aksla und fuhren weiter über die Atlantikstraße bis wir die unerwartet schöne Stadt Kristiansund erreichten.

Obwohl wir schon von Anfang an geplant hatten, diesmal mehr Zeit im Süden Norwegens zu verbringen hatte ich das Gefühl, nicht so richtig weiter zu kommen. Zusätzlich sorgte die von Fjorden zerklüftete Landschaft dafür, dass viele Fahrten unendlich lang erschienen. Man ist teilweise Stunden unterwegs, um einen Ort zu erreichen, der Luftlinie nur wenige Kilometer entfernt liegt. Zudem regnete es fast immer. Zwar nie sehr stark, aber dafür ausreichend lange, um gemeinsam mit den vorhin genannten Umständen die Stimmung zu trüben. Trotzdem genossen wir die spektakuläre Landschaft und nutzten die Fahrzeit um Norwegisch zu lernen. Wir verwendeten dazu die App Duolingo und machen bis heute täglich mindestens eine Lerneinheit. Bleibt abzuwarten, wie lange wir das durchhalten werden.

Hier ein paar Bilder von den ersten 7 Tagen:

Teil 2 – Der Norden

An Tag 8 der Reise überquerten wir dann den nördlichen Polarkreis und konnten danach endlich mehrere Sonnenstunden und die wunderschönen herbstlichen Farben genießen. Einen Tag später erreichten wir Tromsø, blieben für eine Nacht und fuhren dann weiter nach Norden bis Alta. Am Weg dorthin machte sich immer mehr Unsicherheit darüber breit, ob wir eher wieder umkehren und in den Süden fahren sollten, um dort Wanderungen zu machen oder ob wir auch noch die letzten paar hundert Kilometer bis zum Nordkap in Angriff nehmen sollten. Schließlich waren wir ja 2017 schon dort und die Wettervorhersage war auch nicht besonders gut. Am folgenden Tag entschieden wir uns für das Nordkap. Nach 5.122km kamen wir an Tag 11 unserer Reise am nördlichsten mit dem Auto erreichbaren Punkt Europas an. Das sonnige Wetter und die Rentierherden neben der Straße verbesserten die Stimmung erheblich.

Teil 3 – Der Rückweg

Am Rückweg verbrachten wir zwei Nächte auf der wunderschönen Inselgruppe Vesterålen und nutzten die Zeit für eine Wanderung durch die grandiose Landschaft um den Berg Måtind. Die typischen kleinen Holzhäuser sind zwar in ganz Norwegen sehr schön anzusehen, hier auf Vesterålen waren sie aber gefühlt noch einmal etwas hübscher. Bevor wir Nordnorwegen verließen, wurden wir noch von traumhaften Polarlichtern überrascht und fuhren dann über Trondheim bis zum Dovrefjell Nationalpark, um dort bei einer Wanderung Moschusochsen in freier Wildbahn zu sehen. Ein gemütlicher Spaziergang durch Oslo schloss unseren Aufenthalt in Norwegen ab und wir fuhren per Fähre zurück nach Dänemark und von dort – wieder über Nacht – weiter bis nach München. Am 20. Tag absovierten wir die letze Etappe nach Wien und stellten das Auto am nach genau 10.000km wieder in der Garage ab.


Erwartungen

Wegen unserer Skandinavien-Reise im Jahr 2017 hatten wir scheinbar sehr hohe Erwartungen an das Land und das Wetter, die diesmal eben nicht in dem Maß erfüllt wurden, wie wir uns das unterbewusst erhofft hatten. Außerdem bedachten wir nicht, dass wir wegen der Mitternachtssonne bei unserem letzen Besuch im hohen Norden deutlich mehr nutzbare Tageszeit zu Verfügung hatten als dieses Mal. Im Großen und Ganzen war es aber eine sehr schöne Reise, bei der wir nicht nur viel gesehen und erlebt sondern auch viel für zukünftige Reisen gelernt haben.

Camping

Auch das ist uns damals aufgrund des trockenen Sommerwetters und der Mitternachtssonne viel leichter gefallen. Diesmal konnten wir leider nur ein einziges Mal unser Zelt nutzen. Allerdings hatten wir diesmal unser Auto, was sich ganz vorzüglich eignet, um darin zu übernachten. Der „Camp Mode“ hat perfekt seinen Dienst verrichtet und über Nacht eine angenehme Temperatur im Innenraum gehalten. Nach ein paar Nächten hatten wir eine Routine entwickelt, um das Gepäck auf die vorderen Sitze zu räumen und den hinteren Teil des Autos zum Bett umzubauen. Leider versagte in der ersten Nacht unser Luftbett, worauf wir auf die Isomatten umstiegen. Das Luftbett hatte den Vorteil, dass es die nutzbare Liegefläche um ca. 20cm verlängerte. In der dritten Nach entwickelte auch eine der Isomatten ein Leck, womit wir dann aber bis zum Ende der Reise leben mussten.

Kosten

Insgesamt haben wir für diese Reise 3.374€ ausgegeben.

Das beinhaltet sämtliche Kosten für Tickets, Hotels, Fähren, Fahrstrom, Parken, Verpflegung und Einkäufe. Lediglich Mautgebühren wurden bisher noch nicht abgerechnet und sind daher noch nicht enthalten. Die Ausgaben teilen sich wie folgt auf.

Elektroauto

Ganz kurz zusammengefasst kann man sagen, dass der Umstand, mit einem Tesla unterwegs zu sein, die Reise nicht einmal ansatzweise negativ beinflusst hat. Dank dem oben erwähnten Camp Mode war sogar eher das Gegenteil der Fall.

Auf alle Aspekte der Reise, die mit Elektromobilität zu tun haben, werde ich aber demnächst in einem separaten Artikel eingehen.


Sonderzeichen

Primär als Notiz zum persönlichen Bedarf, hier die Tastenkürzel für die wichtigsten Sonderzeichen der norwegischen Sprache:

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