Anreise und London

Tag 0

Fahrplanmäßig bestiegen wir den Bus, der uns zum Salzburger Hauptbahnhof brachte. Der Nightjet 468 fuhr um 22:25 Uhr ein paar Minuten verspätet ein und wir suchten das Abteil auf, das wir reserviert hatten. Es handelte sich dabei um ein Sitzabteil, das wir aber als “Privates Sitzabteil“ gebucht hatten. Daneben gibt es auch Liegeabteile, die waren bei der Buchung ende April aber nicht mehr verfügbar.
Wir klappten alle Sitze in die Liegeposition, sodass eine halbwegs ebene Schlaffläche entstand. Die Nacht verlief ziemlich angenehm, wenngleich die möglichen Liegepositionen nicht einem Bett gleich kamen.


Tag 1

Ab 6:30 Uhr des nächsten Tages, kurz nachdem wir die Deutsch-Französische Grenze passierten, waren wir munter und erkannten einen Vorteil der Sitzabteile: Man kann bequemer sitzen als in einem Schlafabteil.
Statt zu der geplanten Uhrzeit von 9:45 Uhr erreichten wir um etwa 10:20 Uhr den Bahnhof Paris Est (Ost). Der Eurostar nach London ging um 11:13 Uhr vom Bahnhof Paris Nord, der wenige Gehminuten entfernt liegt.

Als wir dort ankamen, wurde uns klar, warum man mindestens 45 Minuten vor Abfahrt vor Ort sein sollte. Der Check-in zum Eurostar, der seit dem Brexit eine EU-Außengrenze darstellt, verlief wie auf einem Flughafen, nur wesentlich chaotischer. Die Eincheckenden für alle Züge wurden in einer Schlange zusammengeworfen und dann an mehreren Stellen durch Mitarbeitende wieder getrennt, nur um dann erst wieder zusammenzukommen. Dazwischen gibt es zwei Passkontrollen (FR & UK) und eine Gepäckskontrolle. Schlussendlich erreichten wir um exakt 11:13 Uhr unsere Plätze und der Zug konnte mit nur 6 Minuten Verspätung die Fahrt antreten. Diese verlief flott (etwa 300km/h) und Ereignisarm.

Am Bahnhof London St. Pancras angekommen kauften wir für 17€ (!) pro Person eine Tageskarte für die U-Bahn und fuhren zum Hotel Dorsett Sheperds Bush. Im nahegelegenen Einkaufszentrum kauften wir Onigiri (aus dem Japan Centre Ichiba, Westfield) und machten uns auf den Weg zu Kensington Gardens und dem Hyde Park.

Wir fuhren in den Stadtteil Camden Town und schlenderten durch den dortigen Camden Market. Dieser ist für seine Kuriositäten und das bunte Publikum bekannt und beliebt. Als letztes fuhren wir mit der U-Bahn nach Leicaster Square und gingen über den Trafalgar Square bis zum Big Ben und warfen zum Schluss noch einen Blick auf das London Eye. Wir ließen den Abend im Restaurant Wahaca (Westfield) mit ein paar Tacos & Quesadillas ausklingen.